Pflanzenöl - ein Beitrag zur Energiesicherung

In Zeiten steigender Rohölpreise und mittelfristig sinkender Versorgungssicherheit bei fossiler Energie steigt die Chance für neue regenerative Treibstoffe am Markt. Derzeit kommen aus wirtschaftlicher und technischer Sicht als Alternativen hauptsächlich flüssige Kraftstoffe in die engere Wahl. Der Grund dafür liegt besonders in der einfachen Handhabung dieser Energieformen.

Flüssige Kraftstoffe
• passen in das bestehende Verteilungs-, Lagerungs- und. Vertriebssystem
• sind einfach an Bord eines Fahrzeugs zu speichern.

Geht man von der hohen Zahl an Dieselfahrzeugen in Österreich aus, liegt die Substitution von klassischem Dieseltreibstoff, etwa durch Pflanzenöl, nahe. Pflanzenöl als Treibstoff zeichnet sich durch die einfache Bereitstellungskette mit hoher lokaler Wertschöpfung aus und wäre als mögliche krisensichere Einkommensquelle für die Landwirtschaft von Vorteil.

Bei den Kohlendioxidemissionen (CO2) bzw. dem Verbrauch ergibt sich bei allen Fahrzeugen eine Erhöhung durch Pflanzenölbetrieb. Dieser Mehrverbrauch ist aber nicht umweltrelevant, da das CO2 überwiegend aus Pflanzenmasse stammt und so trotzdem die Gesamtbilanz im Vergleich zu konventionellem Dieseltreibstoff positiv ausfällt.

Bei den Schadstoffemissionen zeigt sich generell bei Kohlenmonoxid (CO) und unverbrannten Kohlenwasserstoffen (HC) eine klare Emissionsverbesserung. Diese beiden Schadstoffe sind jedoch bereits in ihrer absoluten Höhe bei konventionellem Dieselbetrieb als wenig problematisch zu sehen.

Pflanzenöl als Dieselersatz stellt somit eine mögliche Alternative dar, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Im Bezug auf Umweltfreundlichkeit sind noch Anstrengungen zur weiteren Motoroptimierung angebracht.