Rapsöl in der Rinder- Schweine- und Geflügelfütterung

Rapsöl in der Rinder- Schweine- und Geflügelfütterung

 

Rapsöl kann sowohl in der Fütterung von Schweinen und Geflügel als auch in der Fütterung von Rindern eingesetzt werden.

In der Rinderfütterung dient Rapsöl vor allem der Bindung von Staub in der Kraftfuttermischung.

Dabei ist eine Zumischung von 0,5 bis 1 % Rapsöl in das Kraftfutter zu empfehlen.  Dabei ist zu beachten, dass der Rohfettgehalt der Gesamtration 4 % (TM) nicht übersteigt.

 

 

 

Bei der Rationsgestaltung in der Schweineproduktion kann durch den Einsatz von Rapsöl vor allem in der Fütterung von Ferkeln und säugenden Sauen sowie in der Anfangsmast der Energiegehalt der Futtermischung erhöht werden.

Rapsöl enthält mit ca. 37 MJ ME je kg etwa die 2,8-fache Energiemenge von Getreide. Ferkel können höhere Ölgehalte bei gleichmäßiger Verteilung im Futter sehr gut verdauen. Bei säugenden Zuchtsauen ist ein Zusatz von bis zu 5 % Rapsöl zur Sicherstellung der Energieversorgung zu empfehlen.

 

 

 

Bei der Fütterung von Geflügel eignet sich Rapsöl vor allem zur Energieaufwertung und zur Bereitstellung von Linol- und Linolensäure.

Der Einsatz von 2 % bis 5% Rapsöl führt zur Sicherung einer hohen Legeleistung und Verbesserung der Dotterfärbung. Das Fettsäuremuster des Pflanzenöls findet sich auch im Eigelb wieder, sodass hier bei Verwendung von Rapsöl der Gehalt an der für die menschliche Ernährung günstigen α-Linolensäure erhöht werden kann.

In der Broilermast wird durch den Zusatz von Rapsöl eine höhere Energiekonzentration des Futters erreicht, was bei der noch begrenzten Futteraufnahme der Küken die Ausschöpfung des hohen Wachstumspotentials ermöglicht.